Verbund Kommunaler
Kinder- und Jugendhilfe
Eigenbetrieb der Stadt Leipzig

Wohngruppe Reclamstraße



Kontakt
Reclamstraße 52, 04315 Leipzig
Teamleiterin: Ulrike Eilenberger
Tel.: +49 341 6882321
Fax: +49 341 6810415
E-Mail: wg-reclam@t-online.de
Anbindung der öffentliche Verkehrsmittel
Straßenbahn: Linien 1, 3, 8, Haltestelle Einertstraße
Linien 4, 7, Haltestelle Koehlerstraße
Bus:Linien 72, 73, Haltestelle Elsastraße


Spezifik
  • Stationäres Angebot nach §§ 34, 35a SGB VIII
  • 8 Plätze im Alter von 8 bis 18 Jahren
  • familienorientiertes Angebot mit stabilem Bezugserziehersystem zur Sicherung der Beziehungskontinuität
  • dauerhafte und langfristige Begleitung von Kindern und Jugendlichen und deren Herkunftsfamilien/Bezugsystemen


Konzeptionelle Ausrichtung

Die Wohngruppe Reclamstraße arbeitet unter einer differenzierten systemischen Arbeitsweise unter aktiven Einbezug des Gesamtfamiliensystems. Die Familien der Kinder und Jugendlichen sind aktiver Bestandteil sowohl in der individuellen Fallarbeit als auch in Begegnung und aktiver Teilhabe am Wohngruppenalltag. Für ältere Jugendliche besteht die Möglichkeit einer phasenorientierten Verselbständigung.

Die Zielstellungen der Wohngruppe Reclamstraße orientieren sich somit an einer erweiterten Zielgruppen- und Lebensraumbetrachtung, welche die Herkunftsfamilie sowie das sozialräumliche Umfeld des Kindes/Jugendlichen berücksichtigen.

Flankierende Projektarbeit im Rahmen generationsübergreifender Angebote und tiergestützte Körper- und Verhaltensarbeit sind wesentlicher Bestandteil der ganzheitlichen Methodik.


Allgemeine Ziele sind u. a.:
  • Emotionale Entwicklung des Kindes/Jugendlichen stabilisieren,
  • familiäre Ressourcen erarbeiten,
  • Reintegration von Kindern und Jugendlichen in ihren familiären Kontext oder wenn dies nicht möglich ist
  • Erarbeitung/Definition von Perspektiven und Unterstützung adäquater Ablöseprozesse im Sinne der Verselbständigung,
  • Transparenz bzw. Sinnhaftigkeit eigenen Handelns motivierend und ressourcenorientiert nutzen,
  • Selbsthilfepotentiale des Kindes/Jugendlichen definieren und nutzen,
  • Schaffung einer gelungenen Nähe-/Distanzregulierung und eines angemessenen Sozialverhaltens,
  • Individualität des Einzelnen wertschätzend im pädagogischen Prozess nutzen,
  • selbständige Bewältigung lebenspraktischer Anforderungen oder
  • Bereitschaft fördern, sich auf schulisches Lernen einzulassen.

Speziell für die Förderung der familiären Förderung bzw. Wiederannäherung arbeitet die Wohngruppe mit familienunterstützenden Zielen, wie:
  • Das Gesamtsystem stärken/Ressourcen erkennen und einbeziehen,
  • Selbsthilfepotentiale der Bezugspersonen fördern und nutzen,
  • die Erziehungsfähigkeit der Eltern wertschätzend nutzen und somit
  • die Herkunftsfamilie entlasten.

Lebensweltorientierte Ziele sind:
  • Toleranz des Umfeldes und Unterstützungssysteme für Kind und Familie schaffen oder ausbauen,
  • Konfliktlösung mit Personen oder Institutionen im Umfeld des Kindes oder der Familie (Schule, Ämter, erweitertes soziales Umfeld etc.),
  • Rückkehr des Kindes/Jugendlichen in sein familiäres Bezugssystem und/oder sein Lebensumfeld vorbereiten und
  • lebensweltbezogene Perspektiven im Sinne der Verselbständigung finden.

Im Rahmen der Individualförderung arbeitet die Wohngruppe vorrangig mit heilpädagogischen Methoden und Übungen, wie:
  • Legasthenie-/Dyskalkulieintervention,
  • heilpädagogische Übungsbehandlung,
  • psychomotorische Förderung,
  • orientierte Sprachförderung – Sprachanbahnung,
  • Rhythmik/Musik oder Entspannungsübungen.