Verbund Kommunaler
Kinder- und Jugendhilfe
Eigenbetrieb der Stadt Leipzig

Wohngruppe Naumburger Straße



Kontakt
Naumburger Straße 51, 04229 Leipzig
Teamleiterin: Katrin Harward-Würker
Tel.: +49 341 4804237
Fax: +49 341 4927881
E-Mail: wg-naumburger@t-online.de
Anbindung der öffentliche Verkehrsmittel
Straßenbahn: Linie 14, Haltestelle Plagwitzer Bahnhof
Bus:Linie 60, Haltestelle Gießerstraße
S-Bahn:S1, S-Bahnhof Plagwitz


Spezifik
  • Stationäres Angebot nach §§ 34, 41 SGB VIII
  • 8 Plätze im Alter von 12 bis 18 Jahren (bei Bedarf bis 21 Jahre)
  • klassisches Verselbständigungsangebot nach Phasenmodell in 3 Wohnungen


Konzeptionelle Ausrichtung

Die Verselbständigungswohngruppe Naumburger Straße ist konzeptionell auf ein zielgerichtetes Phasenmodell ausgelegt, was Jugendlichen die Möglichkeit eröffnet, neben der Bearbeitung ihrer individuellen Problemlagen schrittweise eigene Identität, Selbstwert sowie emotionale und strukturelle Sicherheit zu erlernen.

Grundlegende Zielsetzung ist das Erarbeiten und Entwickeln realistischer Perspektiven für die uns anvertrauten Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen, u. a.:

  • Unterstützung adäquater Ablöseprozesse, Vorbereitung auf ein eigenverantwortliches Leben im eigenen Wohnraum sowie
  • Entwicklung und Stärkung der Kompetenzen der Kinder, Jugendlichen, jungen Volljährigen und deren Familien auf der Grundlage eines systemischen ressourcen- und lösungsorientierten Ansatzes sowie
  • Flexibilisierung der Hilfen - Entwicklung und Realisierung von einzelfallorientierten Hilfsarrangements, unter Berücksichtigung der individuellen Lebenslagen und der individuellen Ressourcen.

Die Umsetzung in der täglichen Arbeit erfolgt durch:
  • die Entlastung der Jugendlichen und jungen Volljährigen sowie der Herkunftsfamilie aus dem bisherigen Spannungs- bzw. Konfliktfeld, mit dem Ziel, neue Sichtweisen zu entwickeln und eine Umorientierung auf neue Entwicklungschancen zu ermöglichen,
  • die Stärkung der persönlichen, sozialen und emotionalen Kompetenz der Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen,
  • Akzeptanz der eigenen Biografie mit den daraus resultierenden Grenzen und Möglichkeiten,
  • die bestmögliche Unterstützung und Beratung bei der Entwicklung schulischer und beruflicher Perspektiven,
  • die Verbesserung/Wiederaufnahme der Beziehung zur Herkunftsfamilie und die Verselbständigung in Abhängigkeit des individuellen Entwicklungsstandes.

Zielstellung ist der Wechsel von einer Betreuungsphase in eine Ablöse-/Verselbständigungsphase mit Umsetzung der entsprechenden Inhalte. In Krisen oder massiver Überforderung bei der Verselbständigung ist auch ein Wechsel in die Betreuungsphase möglich. Qualitätsaspekt ist hier die Überprüfung von Indikatoren bei der Formulierung der Zielvorgaben im Hilfeplan.


Phase 1 - Betreuung in der Stamm-Wohnung:
  • intensive pädagogische Betreuung,
  • familienorientierter, strukturierter Tagesablauf,
  • zentrale Verwaltung aller Gelder, Gemeinschaftsversorgung,
  • gemeinsam geplante selbständige Erledigung hauswirtschaftlicher Pflichten (Einkauf, Kochen, Wäsche waschen, Zimmerordnung, Ämtererledigung etc.),
  • Unterstützung bei schulischen Angelegenheiten/Hausaufgabenbetreuung,
  • Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie, Stärkung der vorhandenen Ressourcen,
  • Einbeziehung von Eltern, Angehörigen und anderen Personen des sozialen Umfeldes der Kinder und Jugendlichen,
  • Entwicklung der sozialen und emotionalen Kompetenz,
  • Unterstützung und Beratung bei der Entwicklung schulischer und beruflicher Perspektiven,
  • Hilfeplanung und kreative Gestaltung des Betreuungssettings entsprechend des individuellen Bedarfs,
  • erlebnispädagogische Angebote.

Phase 2 - Betreuung in den beiden Außenwohnungen (Ablösung und Verselbständigung):
  • Zulassen relativer Eigenständigkeit der Jugendlichen, auch losgelöst von eventuellen eigenen Vorstellungen der Umsetzbarkeit eigenständiger Lebensentwürfe,
  • dezente annehmende und erklärende Kontrolle mit klar definierten Auswertungsmechanismen,
  • selbständige Verwaltung und Planung des Verpflegungsgeldes (Auszahlung einzelfallorientiert gestaffelt).